Ambraser Heldenbuch

Ambraser Heldenbuch

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 395, S. 104.

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Leihgeber: Österreichische Nationalbibliothek (Wien), Cod. Vind. Ser. n. 2663
Ambraser Heldenbuch

© Österreichische Nationalbibliothek, Wien


Hans Ried und Ulrich Funk, 1517
Pergament, 243ff., 46 x 36 cm

Sammlung von mittelhochdeutschen Dichtungen, im Auftrag Maximilians I. von 1504 bis 1516 von Hans Ried geschrieben, der als Schreiber der Innsbrucker Regierungskanzlei für mehrere Jahre an den Zoll am Eisack bei Bozen versetzt wurde, um dort in Ruhe schreiben zu können. Von den 25 einzelnen Werken des HeIdenbuches sind 17 nur in dieser Handschrift überliefert, darunter das Gudrunlied. – Das ganzseitige Titelbild und die zahlreichen Randdekorationen wurden 1517 von einem Nordtiroler Künstler V. F. (Ulrich Funk?) hinzugefügt. Nach dem Tode Maximilians kam das Heldenbuch nach Schloß Ambras, von dort 1806 nach Wien, 1936 in die Österreichische Nationalbibliothek.


Erich Egg


Literatur: Th. GOTTLIEB, Büchersammlung Kaiser Maximilians (Leipzig 1900), S. 137. – Katalog "Abendländische Buchmalerei" (Wien 1952), Nr. 105. – Fr. UNTERKIRCHER, Das Ambraser Heldenbuch. In: Der Schlern. 28. Jg., 1. Heft (Bozen 1954), S. 4ff. – Katalog "Maximilian I." (Wien 1959), Nr. 97, Abb. 19. – H. MENHARDT, Verzeichnis der altdeutschen literarischen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek, Bd. III (Berlin 1961), S. 140ff. – Katalog "Hundert Handschriften der Ambraser Kunst- und Wunderkammer" (Innsbruck 1966), Nr. 60, Abb. 5.