Die Heilung eines Kranken durch den heiligen Wolfgang (?)

Die Heilung eines Kranken durch den heiligen Wolfgang (?)

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 359, S. 94.

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Leihgeber: Germanisches Nationalmuseum (Nürnberg, Deutschland)
Die Heilung eines Kranken durch den heiligen Wolfgang (?)

© Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg


Tiroler Meister, um 1500 (?)
Auf dem Salbgefäß die Aufschrift: (h)oc est bonvm do(num) – (S)ALMIAC. Auf der Rückseite fast ganz zerstört die heiligen Sebastian und Achatius und die Inschrift: NB Gehört in das Kranken-Zimmer Rom Infirmiae Praefectus ao
1777.
Föhrenholz, 93 x 81 cm

Stammt aus Stift Admont (Steiermark) und wurde wegen des Bildinhalts nach der Zerstörung des ursprünglichen Altarzusammenhangs in einem Krankenzimmer aufgehängt. Nach Alfred Stange befindet sich ein zugehöriger Flügel mit der "Predigt des heiligen Wolfgang vor einem Spötter" in Privatbesitz. Die Tafel wurde zunächst von Karl Oettinger als Werk des Angerermeisters veröffentlicht, von Ernst Buchner später dem Meister des Hochaltars von Mariapfarr zugewiesen. Alfred Stange wies den Zusammenhang mit einer Danieltafel nach, die vom Grazer Museum erworben wurde, und reiht den Meister unter die steiermärkischen Maler ein. Typische Darstellung eines mittelalterlichen Arztes, der aus der Harnbeschau die Diagnose stellt. Daneben der Apotheker mit der Salbenbüchse.


Erich Egg


Literatur: Karl OETTINGER, Zur Herkunft des Angerermeisters, in: Pantheon 17 (1936), S. 186-191. – 88. Jahresbericht des Germanischen Nationalmuseums (1942), S. 42: – Ernst BUCHNER, Besprechung von Thieme-Becker Band 37, in: Zeitschrift für Kunst 4 (1950), S. 310. – Alfred STANGE, Deutsche Malerei der Gotik, Band 11 (München-Berlin 1961), S. 73.