Wolfgang Wintperger, Ein Tractat der Badenfahrt

Wolfgang Wintperger, Ein Tractat der Badenfahrt

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 351, S. 92.

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Leihgeber: Stadtarchiv Krems (Niederösterreich), 2812
Wolfgang Wintperger, Ein Tractat der Badenfahrt

© Museum der Stadt Krems


Druck: Martin Flach in Straßburg, 17. November 1512
Papier, 20ff., 18,5 x 13,7 cm. Pergamenteinband.

Wintperger, aus einer Melker Ratsbürgerfamilie stammend, studierte an der Wiener Universität zunächst Jurisprudenz, dann Medizin. Seit 1505 ist er in Krems als Arzt nachzuweisen. Sein "Traktat der Badenfahrt" erschien zuerst 1511 in Wien bei Hieronymus Philovallis und Johann Singriener unter dem Titel "De thermis et earum origine ac natura, quibusque morbis sint salubres". Die Transkription der 1512 in Straßburg erschienenen Ausgabe besorgte der Kremser Stadtschreiber Georg Wagner. Die Untersuchung Wintpergers gilt dem "Frauenbad" und dem "Herzogbad" in Baden bei Wien, die sich im Mittelalter größter Beliebtheit erfreuten. So benützten Eleonore v. Portugal, Gemahlin Kaiser Friedrichs III., Mechthild von der Pfalz, Gattin Erzherzog Albrechts VI., der Humanist und spätere Papst Aeneas Silvius Piccolomini sowie der Arzt Dr. Johann Tichtel und der Humanist Johannes Cuspinian die Bäder. Der Monographie kommt insoferne große Bedeutung zu, als sie zu einem Zeitpunkt verfaßt wurde, zu dem weder die Bäder in Baden in der Schweiz noch Karlsbad schon eine Würdigung erfahren hatten.


Erich Egg


Literatur: J. KRAUPP, Wolfgang Wintpergers Badenfahrt. Die älteste Monographie über die Bäder von Baden (Baden 1929), S. 5ff., 9ff. – Katalog "Die Gotik in Niederösterreich" (Wien 1959), Nr. 386: – H. KÜHNEL, Kremser Apotheker und Ärzte des Mittelalters und der frühen Neuzeit. In: Mitteilungen des Kremser Stadtarchivs 1(Krems 1961), S. 13ff.