Grundsteinlegung des Chores von St. Ulrich und Afra in Augsburg 1500

Grundsteinlegung des Chores von St. Ulrich und Afra in Augsburg 1500

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 224, S. 58.

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Leihgeber: Katholisches Pfarramt St. Ulrich und Afra (Augsburg, Deutschland)
Grundsteinlegung des Chores von St. Ulrich und Afra in Augsburg 1500

© Stadtbildstelle Augsburg (Scherer)


Kopie eines verschollenen Originals, 1613
Öl auf Leinwand, 121 x 426 cm

Bei großen kirchlichen Feierlichkeiten repräsentierte Maximilian als christlicher Kaiser. Eine solche Gelegenheit war die Vollendung des Langhauses und die Grundsteinlegung des Chores der Reichsgotteskirche St. Ulrich und Afra in Augsburg am 15. Juli 1500. Maximilian ließ für diesen Zweck vom Augsburger Goldschmied Jörg Seid eine silberne Kelle zum Vornehmen des feierlichen Aktes anfertigen.
Das Bild wurde unter Abt Johannes Merk 1613 restauriert und erhielt damals seinen Wappenschild.
Umgeben von geistlichen und weltlichen Würdenträgern, unter anderen zwei Äbten von St. Ulrich und Donauwörth mit ihren Stabträgern, dem Domdekan von Rechberg und den durch Wappen gekennzeichneten Patriziern Conzelmann, Rehlingen, Stadion, Hoser, Ridler und Gossenbrot, dem Erzbischof von Mainz mit Klerus und kirchlichen Dienern und am Boden liegenden Werkleuten, lassen Maximilian und der Kardinallegat den letzten der drei Grundsteine ein, der die Inschrift trägt: "JESV CHRISTO SACRUM / MAXIMILIANVS RO. CAESAR AVGVST / AD III. IDVS JVLIAS A FVDAMETIS / LAPIDEM HVNG PRIMVM POSVIT / ANNO MD" (15. Juli 1500).


Erich Egg