Ungarische Tartsche Maximilians I.

Ungarische Tartsche Maximilians I.

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 217, S. 55.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Waffensammlung - Aus Ambras, A 344
Ungarische Tartsche Maximilians I.

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Hans Laubermann in Innsbruck, 1515 (?)
Erwähnt von 1479 bis 1521. Für Erzherzog Sigmund und Maximilian I. tätig.

Eiserner Schild in charakteristischer Trapezform, entlang der Ränder unterstrichene Gratlinien, originale Messingziernieten. Eingeschwärzte Atzung: Randleisten im Stile von Dürers Gebetbuch für Maximilian, im Mittelfeld die Pest zu Pferde mit Bogen, begleitet von Sonnenstrahlen und Winden, im Stile von Dürers Apokalypse.
Im Budapester Nationalmuseum eine weitere, goldgeätzte ungarische Tartsche (ehemals Wien A 232). Im Innsbrucker Inventar von 1555 vier ungarische Tartschen erwähnt, davon eine vergoldet. In Ambras 1621 nur mehr die erhaltenen drei erwähnt.
Vielleicht zu identifizieren mit einer Bestellung Maximilians bei Hans Laubermann im Jahre 1515.


Erich Egg


Literatur: JAK, Bd. 11, Wien 1890, S. CLVIII. – G. F. LAKING, A Record of European Armours and Arms through seven centuries, Bd. 2 (London 1920/22), Abb. 599. – A. GROSS/B. THOMAS, Die Waffensammlung in der Neuen Burg, Schausammlung I (Wien 1936), S. 33, 3. – Katalog "Die Innsbrucker Plattnerkunst" (Innsbruck 1954), Nr. 43. – L. LUCHNER, Denkmal eines Renaissancefürsten, Versuch einer Rekonstruktion des Ambraser Museums vor 1583 (Wien 1958), S. 105. – Katalog "Maximilian I." (Wien 1959), Nr. 532, Abb. 83.