Pluvialeschild

Pluvialeschild

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 212, S. 54.

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Leihgeber: Diözesanmuseum Wien
Pluvialeschild

© Österreichische Nationalbibliothek, Wien, Bildarchiv


Hochreliefstickerei, Wien, 1518, 36,5 x 31,5 cm

Madonna mit den Heiligen Jakobus und Katharina. Oben die Wappen von Österreich und Ungarn. Umrandung aus Perlen und Halbedelsteinen. Attribute der Heiligen aus getriebenem Goldblech aufgenäht
Das Pluviale (Chormantel) war aus dem Mantel Herzog Rudolfs IV. angefertigt und gehörte zum Reliquienschatz des Stephansdomes in Wien. 1518 wurde der hier ausgestellte Pluvialeschild zu diesem Chormantel neu geschaffen.
Wenn auch schon der frühere Schild die Wappen von Ungarn und Österreich getragen hatte, so dürfte doch die Neuanfertigung 1518 in besonderer Betonung auf die 1515 im Stephansdom vollzogene Hochzeitsvereinbarung zwischen Ungarn und Osterreich geschehen sein.


Erich Egg


Literatur: B. KURTH, Eine Hochreliefstickerei des 16. Jahrhunderts im Wiener Diözesanmuseum. In: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, N. F. Bd. 9 (Wien 1935), S. 91ff. – E. EGG, Die Kunst der Seidensticker im Umkreis des Innsbrucker Hofes, Schlern-Schriften 228 (Innsbruck 1962), S. 25f., Abb. 15.