Votivbild König Wladilaws II. von Ungarn

Votivbild König Wladilaws II. von Ungarn

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 210, S. 53.

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Leihgeber: Museum der Bildenden Künste (Budapest, Ungarn), 7502
Votivbild König Wladilaws II. von Ungarn

© Ungarisches Nationalmuseum, Budapest


Bernhard Strigel, um 1510
Öl auf Leinwand, 43 x 30,8 cm

Der heilige Ladislaus empfiehlt den Ungarnkönig mit seinen Kindern Ludwig und Anna der Muttergottes. Unten rechts das Familienwappen der Jagellonen und das ungarisch-böhmische Königswappen von Wladislaw II.
Strigel kam erst 1515 nach Wien, die Votivtafel entstand aber früher. Wie aus den stark idealisierten und verjüngten Gesichtszügen Wladislaws ersichtlich ist, hat Strigel die Dargestellten nicht nach unmittelbarem Modellstudium gemalt. Laut Siegel an der Rückseite befand sich das Bild in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Königreichs beider Sizilien. Laut Mitteilung von B. Lázár stammt das Gemälde aus deutschem Privatbesitz. Die Inschriften der beiden an die Rückseite geklebten Zettel nennen wahrscheinlich einen Vorbesitzer: Ernst Oppler Sammlung Ludwig Ernst, Budapest.


Erich Egg


Literatur: B. LÁZÁR, Bernhard Strigels Wladislausbildnis. In: Studien zur Kunstgeschichte (Wien 1917), S. 51ff. – Szépmüvészeti Muzeum Ėvkönyvei, IX. (1940), S. 271, Tf. II. – A. STANGE, Deutsche Malerei der Gotik, Bd. VIII (München/Berlin 1957), S. 149. – E. RETTICH, Besprechung zu A. Stange. In: Zeitschrift für Kunstwissenschaft, Bd. 22 (Berlin 1959), S. 165. – G. OTTO, Bernhard Strigel (München/Berlin 1964), S. 64f., Kat. Nr. 53, Abb. 122. – A. PIGLER, Katalog der Galerie alter Meister, I-II (Budapest 1967), S. 669 f., Tf.348.