Bildnis des Johann Caspar von Laubenberg

Bildnis des Johann Caspar von Laubenberg

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 144, S. 41.

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Leihgeber: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe (Deutschland), 2375
Bildnis des Johann Caspar von Laubenberg

© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe


Bernhard Strigel, um 1508/1509
Tempera auf Tanne, 44 x 29,5 cm

Johann Caspar von Laubenberg (1452-1522), Ritter zum Laubenbergstein, zu Wagegg und Werenwag, stammte aus einem Allgäuer Geschlecht. Er war einer der Vertrauten Maximilians, 1500 oberster Feldzeugmeister, 1504 Mitglied der Regierung.
Entstanden vermutlich um 1508/1509. Eine spätere Kopie des Bildes mit Namensinschrift und Datum 1452 sowie die Kopie eines Gegenstücks mit dem Bildnis des Hans Johann von Laubenberg, eines Bruders von Johann Caspar, befinden sich auf Schloß Rauhenzell. Dasselbe Datum 1452 auf beiden (vielleicht Kopien der Inschriften auf den alten Rahmen der Originale) mag bedeuten, daß beide Dargestellten als Zwillingsbrüder in diesem Jahre geboren wurden. Die Agraffe am Barett ist das Abzeichen der schwäbischen Turniergesellschaften vom Fisch und vom Falken.
Ehemals in der Sammlung des Markgrafen Wilhelm von Baden-Baden (1592-1659); mit dem Heiratsgut seiner Tochter Anna Maria Wilhelmine (1655-1702) in die Sammlung des Fürsten Lobkowitz nach Schloß Raudnitz in Böhmen (bis 1945); 1955 aus Privatbesitz in die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe.


Erich Egg


Literatur: M. DVOŘAK, B. MATEJKA, Topographie der historischen und Kunstdenkmale im Königreich Böhmen. Der politische Bezirk Raudnitz II, Raudnitzer Schloß (Prag 1910), S. 125, Nr. 196. – Ernst BUCHNER, Das deutsche Bildnis der Spätgotik und der frühen Dürerzeit (Berlin 1953), S. 103, 203, Nr. 107, Abb. 107. – P. STRIEDER, Buchbesprechung von E. Buchner. In: Kunstchronik VII (München 1954), S. 48. – Alfred STANGE, Deutsche Malerei der Gotik, Bd. VIII (München 1957), S. 147. – Jan LAUTS, Meisterwerke der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe (Honnef 1957), S. 12, 38, 43, Nr. 22. – Jan LAUTS, Altdeutsche Meister aus der staatlichen Kunsthalle Karlsruhe (Karlsruhe 1958), Nr. 26, Abb. 26. – E. RETTICH, Buchbesprechung zu Alfred Stange. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Bd. 22 (München 1959), S. 167. – Gertrud OTTO, Bernhard Strigel (München/Berlin 1964), S. 72, 103f., Nr. 73, Abb. 139. – Jan LAUTS, Alte Meister bis 1800.