Die Historia Friderici et Maximiliani: Der junge Maximilian jagt im Burghof die Hühner

Die Historia Friderici et Maximiliani: Der junge Maximilian jagt im Burghof die Hühner

In: Ausstellung Maximilian I. Innsbruck. Katalog der Ausstellung vom 1. Juni bis 15. Oktober 1969. Herausgegeben vom Kulturreferat des Landes Tirol. Für den Inhalt verantwortlich Erich Egg. – Innsbruck: Verlagsanstalt Tyrolia 1969. 112. 8°. Objekt-Nr.: 7, S. 13.

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Leihgeber: Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien), Hs. Böhm 4, Sign. B 9
Die Historia Friderici et Maximiliani: Der junge Maximilian jagt im Burghof die Hühner

© Foto Meyer KG, Wien


Um 1514/1516
Federzeichnungen und aquarellierte Federzeichnungen auf Papier, 28,7 x 21,1 cm, 90ff., Einband aus braunem Rindsleder; eigenhändige Korrekturen Maximilians, verfaßt und geschrieben 1513/14 von Joseph Grünpeck

Grünpeck war Humanist, kaiserlicher Chronikschreiber und dilletierender Mediziner geistlichen Standes am Hof Maximilians (1497 bis 1501).
Die fälschlich als Vita bezeichnete, im Auftrag Maximilians I. verfaßte und zum Teil nach seinem Diktat geschriebene Handschrift umfaßt die Zeit von 1439 bis 1508 und war für seinen Enkel Karl (V.) als hausgeschichtliches Lehrbuch bestimmt. Das Interesse Maximilians an der Vollendung der Historia schwand zugunsten seiner Lebensbeschreibung im Weißkunig. Im Gegensatz zu diesem kam die Historia auch nicht mehr zum Druck. Der Künstler, bezeichnet als Meister der Historia Friderici et Maximiliani, gehört der Donauschule in Niederösterreich an und wird von F. Dworschak mit Niclas Preu in Krems gleichgesetzt.


Erich Egg


Literatur: Otto BENESCH, E. AUER, Die Historia Friderici et Maximiliani (Berlin 1957). – Maximilian I. Katalog (Wien 1959), Nr. 378. – Die Kunst der Donauschule 1490 - 1540. Ausstellung des Landes Oberösterreich im Stift St. Florian und im Schloßmuseum Linz vom 14. Mai bis 17. Oktober 1965. Für den Inhalt verantwortlich Otto Wutzel (Linz 1965), Nr. 242.