Heilige Anna Selbdritt

Heilige Anna Selbdritt

In: Die Kunst der Donauschule 1490 - 1540. Katalog der Oberösterreichischen Landesausstellung im Stift St. Florian und im Schloßmuseum Linz vom 14. Mai bis 17. Oktober 1965. Für den Inhalt verantwortlich Otto Wutzel. – Linz: Oberösterreichischer Landesverlag 1965. 321. quer-8°. Objekt-Nr.: 570, S. 253.

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Leihgeber: Franziskanerinnenkloster St. Johann im GnadenthaI (IngoIstadt, Deutschland)
Heilige Anna Selbdritt

© M. Eiersebner, Linz


Hans Leinberger
Relief, Lindenholz, 142 x 104 cm, ursprüngliche Fassung

Auf dem Gesims zwei Putten mit den Wappen der Patrizierfamilien Peringer (Ingolstadt) und Riedler (München); Töchter dieser Familien waren damals in das Kloster eingetreten. – Unter den uns bekannten Arbeiten Leinbergers das früheste mit einem Datum (1513) versehene Werk. Der ikonographische Typus folgt einer auf Nicolaus Gerhaerts van Leiden zurückgehenden Version. Die Gnadenthaler Anna Selbdritt gehört zu den beglückendsten Schöpfungen deutscher Kunst in der Dürer-Zeit. Namentlich in Altbayern, im Inn-Salzach-Gebiet und im Land ob der Enns wurde sie oft wiederholt und modifiziert, vor allem von Bildschnitzern, die mit Leinberger in Berührung standen.


Anton Legner


Literatur: Georg LILL, Hans Leinberger (München 1962), S. 102ff.