Aggsbacher Altar

Aggsbacher Altar

In: Die Kunst der Donauschule 1490 - 1540. Katalog der Oberösterreichischen Landesausstellung im Stift St. Florian und im Schloßmuseum Linz vom 14. Mai bis 17. Oktober 1965. Für den Inhalt verantwortlich Otto Wutzel. – Linz: Oberösterreichischer Landesverlag 1965. 321. quer-8°. Objekt-Nr.: 8-12, S. 27.

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Leihgeber: Augustinerchorherrenstift Herzogenburg (Niederösterreich), A 26-27
Aggsbacher Altar

© E. Ritter, Wien


Jörg Preu
Feiertagseite: Geburt Christi, Bescheidung. Wochentagseite: Dornenkrönung, Geißelung, Kreuzigung (abgesägte Rückseite der Flucht nach Ägypten).
Geburt und Beschneidung monogrammiert und datiert "IORG PREW VON AV(gsburg) 1501".
Tempera auf Fichtenholz, 86,5 x 126,5; 80.5 x 126,7; 92.1 x 130,2 cm.

Teile der Flügel des großen Marien- und Passionsaltares der Karthäuserkirche in Aggsbach gelangten über das Servitenkloster Maria-Langegg 1816 nach Stift Herzogenburg, ein weiterer (auseinandergesägter) Teil (Flucht nach Ägypten und Kreuzigung) befindet sich seit 1927 im Germanischen Nationalmuseum zu Nürnberg. Hauptwerk des 1498-1502 in einer Kremser Werkstatt (Laurenz Willgitter) tätigen Jörg Preu aus Augsburg. In Krems entstand auch der eigenhändige Bernhardialtar im Kloster Zwettl (1500), während an den Flügeln des für Kloster Melk gemalten Hochaltares (1502) Mitarbeiter tätig waren. Von der Schreinplastik für Aggsbach und Melk ist nichts nachweisbar. Dagegen könnte der gleichfalls aus Aggsbach stammende Marientod in Stift Herzogenburg die Predella des dortigen Hochaltares gewesen sein. Die Zuschreibung an Jörg Preu den Älteren verdanken wir E. Buchner und O. Benesch. Das urkundliche Material für Zwettl hat H. Göhler veröffentlicht und interpretiert. Über den Marientod vgl. F. Dworschak (Herzogenburg. Das Stift und seine Kunstschätze. Katalog der Ausstellung im Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg, Niederösterreich, von Juni bis November 1964. Hrsg. von Fritz Weber und Rupert Feuchtmüller. – Herzogenburg 1964, S. 49f. u. Abb. 5).


Fritz Dworschak


Literatur: H. GÖHLER, in: Kirchenkunst 8 (1936), S. 14ff. – Ernst BUCHNER, Albrecht Altdorfer und sein Kreis, Ausstellung (München 1938), S. 69ff., Nr. 373-382, dort weitere Spezialliteratur. – Karl OETTINGER, Altdeutsche Maler der Ostmark (Wien 1942), S. 19f., T. 77 (Anbetung der Könige). – Die Gotik in Niederösterreich, Ausstellung (Krems-Stein 1959) S. 31, Nr. 53/54, dort weitere Spezialliteratur. – Fritz DWORSCHAK, in: Die Gotik in Niederösterreich, (Wien 1963), S. 143. – Herzogenburg. Das Stift und seine Kunstschätze. Katalog der Ausstellung im Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg, Niederösterreich, von Juni bis November 1964. Hrsg. von Fritz Weber und Rupert Feuchtmüller (Herzogenburg 1964), S. 56, Nr. 42/43, dort weitere Spezialliteratur. – Alfred STANGE, Die Malerei der Donauschule (München 1964), S. 138, Nr. 2, dort die Literatur.