Emilie Tureczek, genannt "Fiaker-Milli"

Emilie Tureczek, genannt "Fiaker-Milli"

In: Aufmüpfig & angepaßt. Frauenleben in Österreich. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung 1998 im Schloß Kirchstetten. Redigiert von Elisabeth Vavra. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 419. – Wien, Köln, Weimar: Böhlau 1998. 389. 4°. Objekt-Nr.: 25.4, S. 320.

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Emilie Tureczek, genannt

© Österreichische Nationalbibliothek, Wien; Historisches Museum der Stadt Wien


Fiaker-Milli
Photographie
Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien
Fiaker-Milli
A. St. Kronstein
Farblithographie, 86 x 56 cm
Historisches Museum der Stadt Wien, Inv. Nr. 49.088

1848 kam sie in einem kleinen Dorf in Böhmen zur Welt. Als Volkssängerin trat sie in den Thaliasälen, in den Drei-Engel-Sälen auf der Wieden und beim Sperl auf. Bekannt wurde sie durch ihr charakteristisches Kostüm, über das sich die Wienerinnen den Mund zerrissen: Jockeydreß, die Reitgerte in der Hand, gestiefelt und gespornt. Mit diesem Markenzeichen machte sie sich zur unverwechselbaren Sängerin. Verheiratet mit dem Fiaker Ludwig Defiel, übernahm sie des öfteren die Patronanz über die Fiakerbälle und war gern gesehener Gast auf den Wäschermädelbällen. Viktor Leon setzte ihr ein Denkmal in dem Volksstück "Wiener Volkssänger" und Hofmannsthai verewigte sie in dem Libretto "Arabella", das Richard Strauß vertonte.