© Prähistorische Staatssammlung, München
Ende 8. Jahrhundert; Sandstein, Höhe 0,99-1,02 m
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Teilweise bei Baumaßnahmen im ausgehenden 19. Jahrhundert, teilweise bei Ausgrabungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege 1975 in der Pfarrkirche St. Arsatius von Ilmmünster, bzw. im Anschluß daran in der Prähistorischen Staatssammlung München gefunden. Von der Anlage sind 17 Teile in Originalfragmenten bzw. als Mörtelabdrücke erhalten. Sie sind überwiegend mit Kett-, Flechtwerk- und Schnurmustern, seltener mit Ranken- oder Korbbodenmustern im Flachrelief verziert. Zwischen die Ornamente eingestreut, teilweise in Medaillons gefaßt, sind christliche Symbole: Ankerkreuze, ein gleicharmiges Kreuz, Weintrauben und -blätter, dreiblättrige Pflanzen und Blüten bzw. Rosetten. Die meisten Stücke tragen Reste einer weißen Fassung, die den Werkstoff Marmor vortäuschen soll, und waren zumindest teilweise rot bemalt.
Die Schrankenanlage stand ursprünglich im Chor der karolingischen Klosterkirche von Ilmmünster, offenbar einer dreischiffigen Basilika, und wurde wohl erst im 13. Jahrhundert niedergelegt.
Hermann Dannheimer
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