Der Cundpaldkelch

Der Cundpaldkelch

In: Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo 488-788. Katalog der Gemeinsamen Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg in Rosenheim/Bayern und Mattsee/Salzburg vom 19. Mai bis 6. November 1988. Herausgegeben von Hermann Dannheimer und Heinz Dopsch. – Salzburg: Land Salzburg, Amt der Salzburger Landesregierung; München: Prähistorische Staatssammlungen 1988. 468. 8°. Objekt-Nr.: R. 99, S. 441.

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Leihgeber: Liszt Ferenz Múzeum (Sopron, Ungarn)
Der Cundpaldkelch

© Liszt Ferenz Múzeum Sopron (Ungarn)


2. Hälfte beziehungsweise letztes Drittel 8. Jahrhundert, aus Petöháza, Komitat Györ-Sopron

Der aus Rotkupfer getriebene, feuervergoldete Kelch (Höhe 11,8 cm) ist zweiteilig aus Cuppa sowie Nodus und Fuß zusammengesetzt, an den Paßstellen Perlkranz. Eingravierter Dekor aus je einer umlaufenden Flechtbandzone an Cupparand und Fußende; die Flechtbänder sind unterschiedlich, aber vergleichsweise einfach konstruiert. An ihnen sitzen jeweils vier schlingen- und kreisartig aufgebaute Muster mit beerenartigem Ende. Am Nodus Inschrift: + CUNDPALD FECIT.


Volker Bierbrauer


Literatur: István BÓNA, "Cundpald fecit", in: Acta archaeologica Hungarica 18 (1966), S. 279ff. – J WERNER, Zum Cundpald-Kelch von Petöháza, in: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Central-Museums zu Mainz 13 (1966), S. 265ff.