Beigaben des reichen Frauengrabes 2 von Lauffen am Neckar

Beigaben des reichen Frauengrabes 2 von Lauffen am Neckar

In: Die Bajuwaren. Von Severin bis Tassilo 488-788. Katalog der Gemeinsamen Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg in Rosenheim/Bayern und Mattsee/Salzburg vom 19. Mai bis 6. November 1988. Herausgegeben von Hermann Dannheimer und Heinz Dopsch. – Salzburg: Land Salzburg, Amt der Salzburger Landesregierung; München: Prähistorische Staatssammlungen 1988. 468. 8°. Objekt-Nr.: M IX.1, S. 398.

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Leihgeber: Württembergisches Landesmuseum (Stuttgart, Deutschland)
Beigaben des reichen Frauengrabes 2 von Lauffen am Neckar

© Württembergisches Landesmuseum, Stuttgart


2. Hälfte 4. Jahrhundert

In diesem 1979 entdeckten Kammergrab sind beispielhaft die in elbgermanischen Traditionen wurzelnden Elemente der frühalamannischen Frauentracht vereinigt: zwei auf den Schultern gefundene silberne Armbrustfibeln, die den peplosartigen Rock hielten; eine golddrahtgeschmückte Silbernadel (Länge 16 cm) zum Feststecken eines Kopftuchs; silberner Fingerring; prachtvolle, mit Silberringlein bereicherte Halsketten aus "einheimischen", germanischen Bernsteinperlen sowie importierten provinzialrömischen Glasperlen. Außer Armring und Kamm aus Bein und einem eisenbeschlagenen Holzkasten sind vor allem Tongeschirr wiederum einheimischer und römischer Provenienz für Speise und Trank und die unmittelbar daneben angetroffenen Reste zweier Spanferkel zu nennen.


Max Martin


Literatur: Helga SCHACH-DÖRGES, Fundberichte aus Baden-Württemberg 6 (1981), S. 615ff.