Armreliquiare des heiligen Amandus

Armreliquiare des heiligen Amandus

In: Sankt Peter in Salzburg. Das älteste Kloster im deutschen Sprachraum. Schätze europäischer Kunst und Kultur. Katalog der 3. Landesausstellung vom 15. Mai bis 26. Oktober 1982. Unter Mitarbeit von Valentin Kunnert. Redigiert von Heinz Dopsch und Roswitha Juffinger. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg. 7. – Salzburg: Amt der Salzburger Landesregierung, Kulturabteilung 1982. 431S. 8°. Objekt-Nr.: 186, S. 282.

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Leihgeber: Benediktinerstift St. Peter (Salzburg), Schatzkammer
Armreliquiare des heiligen Amandus

© Oskar Anrather


1610 und 1639, Silber vergoldet, 70 x 25 cm. Die Reliquien in Glaszylindern.

Über einem vierpaßförmigen Fuß ein Nodus mit Engelsköpfen, darüber die Reliquie in einem hohen Glaszylinder, der von zwei Engeln gehalten wird. Den oberen Abschluß bildet ein Deckel mit Filigranarbeit und einem bekrönenden Kruzifix. Der stilistische Unterschied der weitgehend identischen Stücke ist am Fuß der Reliquiare in der Ornamentik zu erkennen. Das ältere Stück trägt am Deckel die Jahreszahl 1610, eine Salzburger Stadtpunze, eine Repunze und ein nicht lesbares Meisterzeichen. Das jüngere, in Augsburg angefertigte Gegenstück trägt am Deckel die Jahreszahl 1639, eine Augsburger Stadtpunze und eine Repunze.


Roswitha Juffinger


Literatur: Die Denkmale des Benediktinerstiftes St. Peter in Salzburg. Bearb. von Hans Tietze (= Österreichische Kunsttopographie 12, Wien 1913), S. 63f. Abb. 94.