Dr. Adam von Lebenwaldt (geboren 1624, gestorben 1696) – Ein steirischer Arzt als Befürworter des Hexenwahnes

Dr. Adam von Lebenwaldt (geboren 1624, gestorben 1696) – Ein steirischer Arzt als Befürworter des Hexenwahnes

In: Hexen und Zauberer. Die große Verfolgung - ein europäisches Phänomen in der Steiermark. Katalog zur Steirischen Landesausstellung auf der Riegersburg, Oststeiermark vom 1. Mai bis 26. Oktober 1987. Herausgegeben von Helfried Valentinitsch und Ileane Schwarzkogler. – Graz, Wien: Leykam-Verlag 1987. 255.8°. Illustr., Graph. Darstellungen, Karten Objekt-Nr.: 15.14, S. 189.

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Dr. Adam von Lebenwaldt (geboren 1624, gestorben 1696) – Ein steirischer Arzt als Befürworter des Hexenwahnes

© Steiermärkisches Landesmuseum Joanneum, Graz (Beatrix Schliber)


Kupferstich, Höhe 31,4, Breite 22,5 cm.

Lebenwaldt wurde im Mühlviertel (Oberösterreich) als Sohn eines Marktschreibers geboren. Er besuchte die Lateinschule in Linz, studierte in Graz Philosophie und – da es hier keine medizinische Fakultät gab – in Padua Medizin, wo er 1652 zum Doktor der Medizin promovierte. Nachdem er sich in der Steiermark niedergelassen hatte, wurde er Leibarzt des Abtes von Admont und Landschaftsmedikus für das Enns- und Paltental. 1659 erhob ihn Kaiser Leopold I. in den Adelsstand. 1684 übersiedelte Lebenwaldt nach Leoben, wo er bis zu seinem Tod lebte.
In zahlreichen Abhandlungen, unter denen sein 1695 in Nürnberg erschienenes Hauptwerk "Land-, Stadt- und Haus-Artzney-Buch" besonders hervorzuheben ist, beschäftigte sich Lebenwaldt, der auch als Dichter hervortrat, mit den damals angewandten Heilmitteln und Heilmethoden.


Helfried Valentinitsch


Literatur: R. PEINLICH, Doctor Adam von Lebenwaldt, in: MHVSt 1880, 42-105. – Elfriede GRABNER, Von des Teufels List und Betrug, in: ZHVSt 76 (1985), 173ff.