Totenrotel von Michaelbeuern

Totenrotel von Michaelbeuern

In: Tausend Jahre Oberösterreich. Das Werden eines Landes. Katalog der Ausstellung des Landes Oberösterreich in der Burg zu Wels vom 29. April bis zum 26. Oktober 1983. Band 2: Katalogteil. Redigiert von Dietmar Straub. – Linz: Oberösterreichischer Landesverlag 1983. 436. 8°. Objekt-Nr.: 6.07, S. 148.

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Leihgeber: Benediktinerstift Michaelbeuern (Salzburg), Stiftssammlungen
Totenrotel von Michaelbeuern

© Widder


Miniatur aus der Nachfolge Ulrich Schreiers, um 1480-1490
Pergamentblatt, Höhe 27,3 cm, Breite 14,2 cm.

Die Totenrotel aus dem Jahre 1526 besteht aus einer Holzspule und einem vierteiligen Pergamentstreifen von 215 cm Länge mit braunem Lederbesatz und Riemen am Ende. Der Streifen beginnt mit einem vorgehefteten Pergamentblatt, das die Patrone des Stiftes, den Erzengel Michael und den heiligen Ulrich, über dem Spruchband: "Sanctus Michael archangelus et sanctus Udalricus episcopus patroni nostri monasterii" zeigt. Darunter hält die Halbfigur eines Engels mit der rechten Hand den Wappenschild der Grafen von Plain und mit der linken Hand den Wappenschild der Grafen von Schaunberg. Den Abschluß bildet das Spruchband: "Fundatores de Playn et advocati comites de Schawnberg", das die Plainer als Gründer und die Schaunberger als Vögte des Klosters Michaelbeuern ausweist.


Siegfried Haider


Literatur: Österreichische Kunsttopographie, Bd. 10/2 (Wien 1913), S. 556 (mit Abb.). – Roman BAUMGARTNER, Gebetsverbrüderungen und Totenrotel aus Michaelbeuern. In: Studien u. Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige NF 2 (1912), 713. – Katalog Spätgotik in Salzburg. Die Malerei 1400-1530 (Salzburg 1972), S. 245, Nr. 291.