Madonna aus Stift Schlägl

Madonna aus Stift Schlägl

In: Tausend Jahre Oberösterreich. Das Werden eines Landes. Katalog der Ausstellung des Landes Oberösterreich in der Burg zu Wels vom 29. April bis zum 26. Oktober 1983. Band 2: Katalogteil. Redigiert von Dietmar Straub. – Linz: Oberösterreichischer Landesverlag 1983. 436. 8°. Objekt-Nr.: 2.01, S. 49.

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Leihgeber: Oberösterreichisches Landesmuseum (Linz, Oberösterreich), S 689
Madonna aus Stift Schlägl

© Gangl


Holz, gefaßt, Breite 40 cm, Höhe 75 cm; Bayern um 1220.

Maria und das Kind sind streng frontal auf einer Bank bzw. auf dem linken Oberschenkel sitzend dargestellt. Die Madonna in langem Gewand trug ursprünglich eine Krone. Sie hält die Rechte vorgestreckt und umfaßt mit der Linken das Kind, welches ein Buch hält. Dieses "thront nicht mehr feierlich in der Mitte des Schoßes der Mutter, gleichsam eine wiederholende Verkleinerung der Hauptfigur, sondern ist aus der Symmetrieachse heraus auf die Seite gerückt" (Luger). Da als Fundort dieser 1968 im Kunsthandel erworbenen Plastik das obere Mühlviertel angegeben wurde, stammt sie vermutlich aus dem Prämonstratenserkloster Schlägl, welches 1218 gegründet wurde und der heiligen Maria geweiht ist.


Brigitte Wied, Alois Zauner


Literatur: Benno ULM, Kunst und Kultur des Mittelalters. In: Führer durch die Sammlungen des Schloßmuseums (Linz 1978), 56. – Walter LUGER, Beiträge zur Baugeschichte des Stiftes Schlägl. Oberösterreich, 31 (1981), H. 4, 69, Abb. 73.