Meßkelch

Meßkelch

In: Gotik in der Steiermark. Katalog der Steirischen Landesausstellung im Stift St. Lambrecht vom 28. Mai bis 8. Oktober 1978. Veranstaltet vom Kulturreferat der Steiermärkischen Landesregierung. Redigiert von Elisabeth Langer. – Graz: Kulturreferat der Steiermärkischen Landesregierung 1978. 344, 112. 8°. Objekt-Nr.: 269, S. 307.

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Leihgeber: Filialkirche Baierdorf (Schöder, Steiermark)
Meßkelch

© Dr. Woisetschläger, Graz


Venezianisch
Zweites Viertel des 14. Jahrhunderts
Silber, zum Teil vergoldet. Höhe: 18,5 cm.

Der sechspässige Fuß mit gegossenem Rankenwerk und aufgesetzten vierpaßförmigen Plättchen in den dafür vorgesehenen Feldern (mit Darstellungen Christi, Mariä und der vier Evangelisten). Auf den Knäufen des Nodus wechseln je dreimal Darstellungen der heiligen Paulus und Stephanus ab. Die Schaftringe gegossen mit Imitationen von Filigranranken. Der Kelchgehört zu einer Gruppe von venezianischen Goldschmiedearbeiten, deren Meister nach dem wichtigsten Werk im Schatz von San Marco von H. R. Hahnloser den Hilfsnamen "Maestro del Serpentino" erhalten hat. Vergleichbare Werke des Goldschmieds im Schatz von San Marco und in S. Maria del Giglio, Venedig, in den Domschätzen von Bari, Modena und Treviso, in Zara und in Messelhausen (Württemberg) sowie im Musée Cluny, Paris.


Hermann Filitz


Literatur: Katalog "Goldschmiedekunst" (Graz 1961), Nr. 23. – Hans R. HAHNLOSER, Il Tesoro di San Marco II (Firenze 1971), S. 69f. und Tafel CLI.