Antiphonarium Cisterciense

Antiphonarium Cisterciense

In: Gotik in der Steiermark. Katalog der Steirischen Landesausstellung im Stift St. Lambrecht vom 28. Mai bis 8. Oktober 1978. Veranstaltet vom Kulturreferat der Steiermärkischen Landesregierung. Redigiert von Elisabeth Langer. – Graz: Kulturreferat der Steiermärkischen Landesregierung 1978. 344, 112. 8°. Objekt-Nr.: 157, S. 186.

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Leihgeber: Universitätsbibliothek Graz (Steiermark), Codex 28
Antiphonarium Cisterciense

© Steiermärkisches Landesmuseum Joanneum, Graz


10 Initialminiaturen, 32 Initialen; zum Teil mit Fleuronnée.
Neuberg; Mitte des 14. Jahrhunderts
Pergament, 292 Blatt, 45 x 31 cm (unvollständig). Textualis formata (Textura) und Choralnoten. Ab Blatt 260 flüchtiger werdend. Weißer Schweinsledereinband mit Blindlinien und Messingkanten, 15. Jahrhundert
Außer der Neuberger Provenienz sind keine Herkunftsangaben bekannt.

Die Initialminiaturen sind von mehreren Händen angefertigt und ungleichmäßig erhalten. Besonders die letzten (ab Blatt 163r) sind sehr schwach. Von der Haupthand sind die farbenreichen und gut erhaltenen Initialen Blatt 77r und 144v hervorzuheben. Die gezeichneten Initialen verwenden zu zwei Dritteln Drachen in den Buchstabenkörpern. Eine Klärung des Schulzusammenhanges steht noch aus, auffallend ist, daß auch hier noch romanisches Formgut bei der Gestaltung der Initialen auftritt. Mit der benachbarten Zisterzienserkunst im südlichen Niederösterreich, welche die Federzeichnung bevorzugt, scheint keine Beziehung zu bestehen. Für das Neuberger Fleuronnée ist die Handschrift Graz, Universitätsbibliothek, Codex 114 zu vergleichen.


Kurt Holter


Literatur: Antont KERN, Die Handschriften der Universitätsbibliothek Graz, Bd. 1, I. (Verzeichnis der Handschriften im deutschen Reich II.) (Leipzig 1942), S. 11 (mit Lit.).