Missale Benedictinum ad usum monasterii S. Lamberti

Missale Benedictinum ad usum monasterii S. Lamberti

In: Gotik in der Steiermark. Katalog der Steirischen Landesausstellung im Stift St. Lambrecht vom 28. Mai bis 8. Oktober 1978. Veranstaltet vom Kulturreferat der Steiermärkischen Landesregierung. Redigiert von Elisabeth Langer. – Graz: Kulturreferat der Steiermärkischen Landesregierung 1978. 344, 112. 8°. Objekt-Nr.: 150, S. 183.

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Leihgeber: Universitätsbibliothek Graz (Steiermark), Codex 395
Missale Benedictinum ad usum monasterii S. Lamberti

© Steiermärkisches Landesmuseum Joanneum, Graz


Kanonbild: Blatt 135r, zahlreiche fleuronnierte Initialen: Kalender, dann Blätter 14r, 18r, 136r, 275r, zum Teil mit Drachendarstellungen.
St. Lambrecht; datiert 1336 (Blatt 623V)
Pergament, 623 Blatt (Blätter 1-6 Papier), 33 x 23 cm. Textura. Nach O. Wonisch ist die Schrift auch in dem St. Lambrechter Codex Graz, Universitätsbibliothek, Codex 714 nachweisbar, welcher durch Federzeichnungen ausgestattet und nach 1342 zu datieren ist. Brauner Lederband mit Eisenbuckeln, 15. Jahrhundert

Das Kanonbild fällt durch seine stumpfen Farben auf und ist durch die verkniffenen Augen (Jerchel) und den weinerlichen Ausdruck bestimmt. Durch die Farbenwahl besteht eine Verbindung mit einem zweibändigen St. Lambrechter Antiphonar (vgl. "Antiphonarium Benedictinum"). Die Wahrscheinlichkeit der Herstellung nicht nur für, sondern auch in St. Lambrecht wird dadurch vergrößert. Wegen der Eigentümlichkeiten des Kalenders, der böhmische Einschläge zeigt, ist eine weitere Untersuchung bzw. Erforschung der entsprechenden St. Lambrechter Bestände notwendig.


Kurt Holter

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Literatur: Antont KERN, Die Handschriften der Universitätsbibliothek Graz, Bd. 1, I. (Verzeichnis der Handschriften im deutschen Reich II.) (Leipzig 1942), S. 233f. (mit Lit., darunter auch Jerchel).