Heilige Dreifaltigkeit als Dreigesicht

Heilige Dreifaltigkeit als Dreigesicht

In: Ostarrîchi - Österreich 996-1996. Menschen, Mythen, Meilensteine. Katalog der Österreichischen Länderausstellung in Neuhofen an der Ybbs und St. Pölten. Herausgegeben von Ernst Bruckmüller und Peter Urbanitsch. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 388. – Horn: Berger 1996. XXIV, 736. 4°. Objekt-Nr.: 10.4.14, S. 313.

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Leihgeber: Museum Carolino Augusteum (Salzburg), 54/52
Heilige Dreifaltigkeit als Dreigesicht

© Salzburger Museum Carolino Augusteum, Salzburg


Anonym, Pinzgau, 19. Jahrhundert
Öl auf Holz, 34,5 x 28,8 cm

Im Mittelalter durchaus verbreiteter Typ für die Wiedergabe der Heiligen Dreifaltigkeit, der mystischen Einheit der drei göttlichen Personen Gottvater, Gottsohn und Gott heiliger Geist, der unter Papst Urban VIII. allerdings 1628 verboten wurde. In der Volksfrömmigkeit taucht das Motiv jedoch nach wie vor auf, hat aber stets Seltenheitswert. Das Andachtsbild zeigt das Antlitz Jesu als Kopf mit drei Gesichtern in streng linearer Komposition. Ein Blick in diese dreigesichtige Einheit mit den vier Augen vermittelt Allgegenwärtigkeit für immer und überall in höchstem Maße.


Ernestine Hutter