Auffindung der Leiche Gunthers

Auffindung der Leiche Gunthers

In: Ostarrîchi - Österreich 996-1996. Menschen, Mythen, Meilensteine. Katalog der Österreichischen Länderausstellung in Neuhofen an der Ybbs und St. Pölten. Herausgegeben von Ernst Bruckmüller und Peter Urbanitsch. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 388. – Horn: Berger 1996. XXIV, 736. 4°. Objekt-Nr.: 10.1.05, S. 253.

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Leihgeber: Benediktinerstift Kremsmünster (Oberösterreich), Kunstsammlungen
Auffindung der Leiche Gunthers

© Benediktinerstift Kremsmünster (Diözesanbildstelle Linz)


Bartolomeo Altomonte (1693-1783), 1764
Öl auf Leinwand, 110 x 140 cm

Bartolomeo Altomonte stellte auf dem Bild die Gründungssage von Kremsmünster dar. Derzufolge soll der tödliche Unfall eines legendären Sohnes des Baiernherzogs Tassilo III. (Herzog 748-788), Gunter, auf einer Eberjagd Anlaß der Gründung gewesen sein. Tatsächlich war die – offenbar in mehreren Etappen erfolgende – Gründung des Klosters Teil der politischen Bestrebungen des Herzogs, seine Position im östlichen Raum seines Machtbereiches zu stärken und den Landesausbau in einer Gegend, die auch für damalige Verhältnisse ziemlich dünn besiedelt und nur zum Teil gerodet war, voranzutreiben. 777 wurde das Kloster an der Krems geweiht; an der Konsekration nahmen neben dem Herzog eine Reihe weltlicher und kirchlicher Großer teil. Bei dieser Gelegenheit wurde der sogennante "Stiftsbrief' ausgestellt, der – im Original nicht mehr erhalten – den Gründungsvorgang allerdings weder einleitete noch abschloß.


Peter Urbanitsch


Literatur: Die Anfänge des Klosters Kremsmünster, hg. Siegfried Haider (= Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchiv, Ergbd.2, Linz 1978).