Heimkehrender Tiroler Landsturm 1809

Heimkehrender Tiroler Landsturm 1809

In: Ostarrîchi - Österreich 996-1996. Menschen, Mythen, Meilensteine. Katalog der Österreichischen Länderausstellung in Neuhofen an der Ybbs und St. Pölten. Herausgegeben von Ernst Bruckmüller und Peter Urbanitsch. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 388. – Horn: Berger 1996. XXIV, 736. 4°. Objekt-Nr.: 6.2.08, S. 153.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Staatliche Museen zu Berlin (Deutschland), Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Nationalgalerie, A I 244
Heimkehrender Tiroler Landsturm 1809

© Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin (Jörg P. Anders)


Franz von Defregger (1835-1921)
Öl auf Leinwand, 140 x 190 cm
Bezeichnet links unten: Defregger 1876

Nach dem großen Erfolg des Bildes "Das letzte Aufgebot", 1874 (Museum Innsbruck) bestellte die Nationalgalerie in Berlin ein Pendant, ebenfalls mit einer Szene aus dem Tiroler Befreiungskrieg von 1809. Der aus Tirol gebürtige, in München ansässige Künstler wählte eine Situation aus der erfolgreichen Anfangsphase der Kämpfe. Literarische Anregung fand er bei Johann Georg Mayr, "Der Mann von Rinn", Innsbruck 1851. Defregger wurde mit diesen erzählfreudigen, engagierten Historiendarstellungen berühmt. Dabei zeigt er nicht eigentlich ein geschichtliches Moment, sondern Menschen, die Geschichte erleben. Er sucht Einfühlung und Sympathie des Publikums. Dargestellt ist hier ein jubelnder Trupp heimkehrender Sieger, nur die gefangenen französischen Soldaten im Hintergrund erinnern an die Unbilden des Krieges. Von der Pariser Weltausstellung 1878 wurde das Bild der unter Andreas Hofer gegen Napoleon siegreichen Kämpfer ausgeschlossen.


Caroline Wesenberg


Literatur: G. Ammann/M. Forcher, 1809, Der Tiroler Freiheitskampf (Meran 1984) 56ff., Abb. S. 57 (mit weiterführender Literatur); H.P. Defregger/W. Hütt, Defregger 1835-1921 (Leipzig 1983) 14ff., Abb. S. 88/89, WV S. 289; Adolf Rosenberg, Defregger (Bielefeld/Leipzig 1900) 30f., Abb. 16.