Elefantenstuhl

Elefantenstuhl

In: Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500-1700. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung auf der Rosenburg vom 12. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Herbert Knittler, Gottfried Stangler und Renate Zedinger. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 251. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1990. 612.4°. Illustr. Objekt-Nr.: 20.06, S. 470.

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Leihgeber: Benediktinerstift Kremsmünster (Oberösterreich), Kunstsammlungen
Elefantenstuhl

© Alpenland, Wien


Wien, 1554
Knochen, Holz, Leder
Photo.

Den dreiseitigen Elefantenstuhl ließ der Wiener Bürgermeister Sebastian Huetstocker aus den Knochen jenes ersten Elefanten in Wien anfertigen, den Kaiser Maximilian II. 1552 aus Spanien für den Tiergarten beim Neugebäude in Kaiserebersdorf mitgebracht hatte und der im Jahr danach eingegangen war. Diese Geschichte erzählt die ausführliche Inschrift auf dem Beckenknochen, der die Sitzfläche bildet. Gemeinsam mit anderen Kunstkammerstücken aus dem Besitz des Christoph Adam Fernberger von Eggenberg wurde der Stuhl 1666 von Joachim Enzmilner von Windhag für seine Kuriositätensammlung erworben. Nach dessen Tod im Jahr 1678 und der damit erfolgten Auflösung seiner Kunstkammer kam der Elefantenstuhl an das Stift Kremsmünster.




Literatur: R. Distelberger, 1200 Jahre Kremsmünster (Linz 1977), 166; Renaissance in Österreich, 125.