Trabharnisch des Johann Rueber, Freiherrn von Püchsendorf und Grafenwerth

Trabharnisch des Johann Rueber, Freiherrn von Püchsendorf und Grafenwerth

In: Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500-1700. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung auf der Rosenburg vom 12. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Herbert Knittler, Gottfried Stangler und Renate Zedinger. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 251. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1990. 612.4°. Illustr. Objekt-Nr.: 15.13, S. 337.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Hofjagd- und Rüstkammer, A 1212
Trabharnisch des Johann Rueber, Freiherrn von Püchsendorf und Grafenwerth

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Niederdeutsch (Braunschweig), um 1555
Stahl, Leder

Bei diesem Trabharnisch des Johann Rueber handelt es sich um ein Musterbeispiel dieser um 1540/50 aufgekommenen Bewaffnung für berittene Karabinerschützen. Diese Rüstung für die mit Pistolen und Karabiner bewaffnete leichte Reiterei bestand aus einem Halbharnisch ohne Rüsthaken und Armzeug,
aber mit Ärmeln aus Kettengeflecht und Brechhandschuhen. Johann Rueber, der Besitzer der Rüstung, diente Karl V. im französischen Krieg 1544, kämpfte mit Filiberto Emanuele von Savoyen 1552 gegen die Franzosen in Piemont und 1556 mit Erzherzog Ferdinand gegen die Türken in Ungarn. 1558 focht er in der Schlacht von Gravelingen und übernahm 1568 von Lazarus Schwendi den Oberbefehl an der Türkenfront.




Literatur: O. Gamber, Kriegswesen und Waffenerzeugung der Renaissance in Österreich, in: Renaissance in Österreich, 128.