Grundriß der Stadt Wien und ihrer Vorstädte

Grundriß der Stadt Wien und ihrer Vorstädte

In: Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500-1700. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung auf der Rosenburg vom 12. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Herbert Knittler, Gottfried Stangler und Renate Zedinger. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 251. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1990. 612.4°. Illustr. Objekt-Nr.: 12.08, S. 278.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Historisches Museum der Stadt Wien, 107.001 (105.980)
Grundriß der Stadt Wien und ihrer Vorstädte

© Historisches Museum der Stadt Wien


(Photo)
1706
Entworfen von Leander Anguissola (1652-1720) und Jacob Marinoni (1676-1755), gestochen von Johann Andreas Pfeffel (1674- 1748) und Christian Engelbrecht (1672-1735), Druck von Johann van Ghelen (1678-1721).

Der vom Kaiser in Auftrag gegebene und unter Aufsicht einer Hofkommission erstellte Plan gibt die Vorstädte und den Verlauf der Donauarme in einer bis dahin nicht erreichten Genauigkeit und Vollständigkeit wieder. Man erkennt den erst 1704 auf Veranlassung des Prinzen Eugen errichteten Linienwall, der die Vorstädte nach außen abschirmte; von den Donauarmen ist nun, anders als im 16. Jahrhundert, der nordöstlichste am breitesten. Die nach der Türkenbelagerung von 1683 begonnene Umwandlung vormaliger Acker-, Wiesen- und Weinbauparzellen zu Lustgärten im Vorstadtbereich ist deutlich erkennbar, laut Legende waren viele dieser Gärten in Adelsbesitz.




Literatur: M. Eisler, Historischer Atlas des Wiener Stadtbildes (Wien 1919), Nr. 17, Tafeln XIII und XIV; Ausstellungskatalog "Das barocke Wien" (Wien 1966), 21f., Nr. 25; Katalog der Schausammlung des Hist. Museums der Stadt Wien (1984), 142, Kat. Nr. 2/100; F. Opll, Wien im Bild historischer Karten (Wien-Köln-Graz 1983), 37-42; Historischer Atlas von Wien, 3. Lief. (1987), Nr. 5.2.