Porträt des Freiherrn Joachim von Schönkirchen im 55. Lebensjahr

Porträt des Freiherrn Joachim von Schönkirchen im 55. Lebensjahr

In: Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500-1700. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung auf der Rosenburg vom 12. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Herbert Knittler, Gottfried Stangler und Renate Zedinger. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 251. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1990. 612.4°. Illustr. Objekt-Nr.: 12.05, S. 276.

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Leihgeber: Sammlungen des regierenden Fürsten von Liechtenstein (Vaduz, Liechtenstein), 1497
Porträt des Freiherrn Joachim von Schönkirchen im 55. Lebensjahr

© W. Wachter, Schaan (FL)


1551, richtig wohl 1571
Öl auf Leinwand, 102 x 89,3 cm.
Links oben beschriftet: IOCHIM HERR VON SCHÖNKIRCHEN AVF ANGER KAYSER MAXIMILIANI DES ANDERN RATH VND STATHALTER DER NIDERÖSTERREICHISCHEN LANDE SEINES ALTERS IM LV.IAR. Rechts oben sein Wappen mit einer Jahreszahl, die wohl als "1571" zu lesen ist.

Die Familie hieß ursprünglich Schneidpeck und gehörte zum Kleinadel Österreichs unter der Enns. Dr. Johann Schneidpeck, Kanzler des Regiments (d. h. der Regierung) der Niederösterreichischen Lande 1510- 1521, wurde 1522 mit dem Prädikat "von Schönkirchen" in den Freiherrenstand erhoben. Sein Sohn Joachim, geboren 1517, war 1547-1553 Landrechtsbeisitzer in Österreich unter der Enns, 1553-1557 Rat des Regiments der Niederösterreichischen Lande, 1559-1565 Landmarschall in Österreich unter der Enns, 1565-1572 Statthalter des Regiments; außerdem fungierte er 1557-1566 als oberster Proviantmeister in Ungarn und 1568-1571 als Vorsitzender des Klosterrats, der Aufsichtsbehörde für die Ordenshäuser in Österreich. Er starb 1572 und wurde in der Schönkirchner-Kapelle im Wiener Minoritenkloster beigesetzt.




Literatur: Beiträge zur Geschichte der niederösterreichischen Statthalterei, 187-189; R. Perger (Hg.), W. Kirchhofer – Erinnerungen eines Wiener Bürgermeisters 1519-1522 (Wien 1984), 37-39. – Für Auskünfte über das Porträt ist dem Direktor der Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein, Herrn Dr. Reinhold Baumstark, zu danken.