Bestrafung der aufständischen niederösterreichischen Bauern 1597

Bestrafung der aufständischen niederösterreichischen Bauern 1597

In: Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500-1700. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung auf der Rosenburg vom 12. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Herbert Knittler, Gottfried Stangler und Renate Zedinger. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 251. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1990. 612.4°. Illustr. Objekt-Nr.: 3.29, S. 87.

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Leihgeber: Original Heimathaus Freistadt (Oberösterreich)
Bestrafung der aufständischen niederösterreichischen Bauern 1597

© Heimathaus Freistadt


"Abriß der Rebellischen Baurn in Österreich unter der Ennß / im Viertl ob Wienner Waldt / und ob Manhartsperg / auf vorgehört Urtl und gehalten Recht / an denen orten wo sie sich Rottiert und zusamen versamblet haben / seindt gestrafft worden / In jetzt lauftenden 1597. Jahr."
Kolorierter Holzschnitt, 28 x 37 cm. Dia.

Der Zug des mobilen Kriegsgerichts unter dem Vorsitz von Wenzel Morakhsy durch das Viertel ober dem Manhartsberg und das Viertel ober dem Wienerwald hinterließ eine blutige Spur des Entsetzens: Unzähligen Bauern wurden Hände abgehackt, Ohren und Nasen abgeschnitten, Dutzende wurden hingerichtet. An weithin sichtbaren Stellen wurden Anführer der aufständischen Untertanen an Bäumen gehenkt, um dann – als abschreckendes Beispiel – "die Birnen zu hüten", wie es in einer zynischen zeitgenössischen Formulierung heißt.