Der Heilige Eustachius

Der Heilige Eustachius

In: Jagd einst und jetzt. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung im Schloß Marchegg vom 29. April bis 15. November 1979. Herausgegeben vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung. Bearbeitet von Gerhard Winkler. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 77. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1978. 468. 8°. Objekt-Nr.: 67, S. 271.

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Leihgeber: Privatbesitz
Der Heilige Eustachius

© Privatbesitz


Um 1500-1501, Kupferstich von Albrecht Dürer, Bartsch 57, 35,6 x 26,2 cm (Darstellung).

Das Monogramm des Künstlers in der Mitte des unteren Bildrandes. Den Maßen nach der größte Kupferstich Dürers und ein erster Höhepunkt in seinem Kupferstichwerk. Die Darstellung zeichnet sich durch eine besondere Abstufung der Strichlagen, einen besonders großen Detailreichtum und eine sorgfältige Ausführung aus. Besonders auffallend ist die Zur-Schau-Stellung der fünf Jagdhunde im Vordergrund. Die Figur des Pferdes ist noch nicht schematisch proportioniert, gewisse Ansätze sind jedoch vorhanden. Zum aufblickenden Windhund ist eine Studie erhalten (Sammlung des englischen Königshauses ). Der kniende Eustachius entspricht in der strengen Profildarstellung den ebenso wiedergegebenen zwei Hunden, dem Pferd und dem Hirsch im Hintergrund. Dadurch verstärkt eine gewisse räumliche Parallelität, die in der Kulisse des Hintergrundes seine Entsprechung findet.


Gerhard Winkler

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Literatur: E. PANOFSKY, Dürers Eustace, in: Record of the Art Museum Princeton Univ. 9, 1950, S. 1-10.