Dianaschale

Dianaschale

In: Jagd einst und jetzt. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung im Schloß Marchegg vom 29. April bis 15. November 1979. Herausgegeben vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung. Bearbeitet von Gerhard Winkler. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 77. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1978. 468. 8°. Objekt-Nr.: 38, S. 256.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Sammlung für Plastik und Kunstgewerbe, 1682
Dianaschale

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Ovale Schale aus grünem Jaspachat mit kurzem Fuß. Fassung aus Gold, mit Rauten besetzt; die figürlichen Teile Gold emailliert. Wien (?), 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Höhe 10,9 cm, Länge 9,8 cm, Breite 9,6 cm. Aus der kaiserlichen Schatzkammer.

Der hohe Anspruch, mit dem dieses Zierschälchen geschaffen ist, zeigt sich im außerordentlich dünnen Schliff des Steines und in der Kostbarkeit der Fassung. Den Fuß ziert ein Goldreif mit einer feinen durchbrochenen Ranke. Dem Fußansatz entwachsen in drei Armen überaus reich gestaltete und mit Rauten besetzte Akanthusranken, aus denen über dem goldenen Mundrand zu seiten der Schale weiße Hunde springen. Sie wenden sich ungeduldig der Göttin der Jagd, Diana, zu, die über dem dritten Zweig steht und sie je an einer Kette führt. In das Blattwerk unter Diana ist ein Jagdhorn, ein Hirschfänger und ein Beutel eingeflochten.


Rudolf Distelberger


Literatur: Unveröffentlicht.