Horus, ein Nilpferd harpunierend

Horus, ein Nilpferd harpunierend

In: Jagd einst und jetzt. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung im Schloß Marchegg vom 29. April bis 15. November 1979. Herausgegeben vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung. Bearbeitet von Gerhard Winkler. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 77. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1978. 468. 8°. Objekt-Nr.: 7, S. 241.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Ägyptisch-orientalische Sammlung, 497
Horus, ein Nilpferd harpunierend

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Ägypten, Spätzeit, etwa um 400 vor Chr. (?). Bronze, Höhe 23 cm.

Der Gott Horus mit Falkenkopf und ägyptischer Königskrone erlegt mittels einer langschäftigen Harpune ein verkleinert gestaltetes Nilpferd. Durch dieses Thema wird der Sieg der Weltordnung über das Chaos, das Böse, symbolisiert. Denn Horus ist ein Himmelsgott und ein göttlicher König, das Nilpferd hingegen steht für den Gott Seth, das Prinzip des Chaos. In Wirklichkeit mußten Nilpferde allerdings von vielen Harpunierern gleichzeitig angegriffen werden.
Die Bronze ist sehr wahrscheinlich als Weihgabe an den Tempel des Horus von Edfu (Oberägypten) aufzufassen.


Helmut Satzinger