Schulmeister beim Unterricht

Schulmeister beim Unterricht

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 14.01.01, S. 277.

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Leihgeber: Universitätsbibliothek Innsbruck (Tirol), 155 F 25
Schulmeister beim Unterricht

© Universitätsbibliothek Innsbruck, Abt. für Sondersammlungen (Frischauf Bild)


In "Exercitium grammaticale puerorum per dietas distributum", Straßburg 1502
Höhe 21 cm, Breite 15 cm; Druck, Papier, kolorierte Holzschnitte

Titelblatt eines Latein-Grammatik-Buches mit einer Lehrer-Schüler-Szene.
Die Ausbildung von – gut situierten – Jugendlichen lag lange Zeit in den Händen der Kirche (Dom- und Klosterschulen). Erst im ausgehenden Mittelalter entstanden so genannte Grammatikschulen, die privat oder als Stiftung geführt wurden. Der Unterricht konzentrierte sich auf die Vermittlung elementarer Schreib- und Lesekenntnisse.
Durch die zahlreich in Friesach ansässigen geistlichen Institutionen und deren Klosterschulen erhielten hier die Kinder aus der Oberschicht eine gute Grundausbildung, auch für ein späteres Studium. In den Matriken der Wiener Universität finden sich für den Zeitraum 1377 bis 1518 gezählte 62 Eintragungen von Studenten, die aus Friesach kamen. Die Propstei St. Bartlmä in Friesach unterhielt in der frühen Neuzeit eine lateinische und eine deutsche Schule; 1616 stand der deutschen ein bayrischer Schulmeister vor, der 24 Schüler und drei Schülerinnen unterrichtete, bei einem Monatsgehalt von sechs Gulden.


Claudia Sporer-Heis, Barbara Maier


Literatur: Circa 1500. Landesausstellung 2000 Mostra storica. Leonhard und Paola, ein ungleiches Paar – De ludo globi. Vom Spiel der Welt – An der Grenze des Reiches. Red. von Marco Abate (Genève/Milano 2000), S. 150f.
Wilhelm WADL, Friesachs historische Entwicklung. In: Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Friesach. Bearb. von Barbara Kienzl. Red. von Ulrike Steiner (= Österreichische Kunsttopographie 51, Wien 1991), S. 27.