Minnekachel

Minnekachel

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 13.03.09, S. 264.

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Leihgeber: Historisches Museum Luzern (Schweiz), 1363
Minnekachel

© Historisches Museum Luzern


Luzern (?), 1350/1360
Höhe 28,5 cm, Breite 16 cm, Tiefe 3,5 cm; Ton, braun glasiert

Kranzkacheln zierten den oberen Abschluss des Ofens. Unsere Kachel zeigt einen Aspekt der Minne, bei dem die Gunst der Dame nur gegen Entgelt erreicht werden kann: Die Frau hält dem Mann fordernd die linke Hand entgegen. Er erhebt die Rechte und öffnet sein Geldtäschchen, das vorne am Gurt hängt.


Josef Brüslisauer


Literatur: Alltag zur Sempacherzeit. Innerschweizer Lebensformen und Sachkultur im Spätmittelalter. Ausstellung im Historischen Museum Luzern vom 24. Mai bis 12. Okt. 1986 aus Anlaß des Jubiläums 600 Jahre Schlacht bei Sempach, 600 Jahre Stadt und Land Luzern. Bearb. von Hanspeter Draeyer (Luzern 1986), Nr. 114, S. 110.
Rosemarie FRANZ, Der Kachelofen. Entstehung und kunstgeschichtliche Entwicklung vom Mittelalter bis zum Ausgang des Klassizismus (= Forschungen und Berichte des Kunsthistorischen Institutes der Universität Graz 1, Graz 1969), Abb. 61.