Musikersilhouetten

Musikersilhouetten

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 12.02.00, S. 205.

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Musikersilhouetten

© British Library, London


Flämisch, um 1497
Photoreproduktionen; Original; Brevier der Königin Isabella von Kastilien und Aragon (1474-1504) in der British Library, London, Ms. Add. 18851, Blatt 184v

Der Psalm 117 "Preiset den Herrn, denn er ist gütig, und ewig währet seine Gnade! " war ein beliebtes Sujet für eine dramatisierende Inszenierung des Zuges zum Tempel, der in der Miniatur – die als Vorlage für unsere Musikersilhouetten diente – inmitten der Stadt beim Aufgang zur Kathedrale nachgespielt und von König David, links im Hintergrund in einem Alkoven, beobachtet wird.
Bei den Musikern sind folgende im Mittelalter übliche Instrumente zu erkennen: Flöte und Trommel, Triangel, Pommer, Busine, Harfe, Lauten, Schalmei/Pommer, Sackpfeife, Zink (?) und Portativ. Am rechten Bildrand hält einer der Spieler ein Psalterium in den Händen.


Günther Hödl


Literatur: Margit BACHFISCHER, Musikanten, Gaukler und Vaganten. Spielsmannskunst im Mittelalter (Augsburg 1998), S. 72. Auf S. 73-83 werden die mittelalterlichen Musikinstrumente erläutert.