Beckenschlägerschüssel

Beckenschlägerschüssel

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 08.11, S. 149.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Narodni muzej Slovenije (Ljubljana, Slowenien), 10163
Beckenschlägerschüssel

© Narodni muzej Slovenije, Ljubljana (Tomaž Lavko)


Nürnberg (?), Ende 15. Jahrhundert
Höhe 6 cm, Durchmesser 24,5 cm; Messing


Motiv: Der Sündenfall von Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis.

Ein Spezialberuf in der Metallverarbeitung war das Beckenschlagen.
Der Becken- oder Messingschläger war für die Formung des Beckens und die Verzierungen zuständig. Die Herstellung des Blechs, der Punzen und der Negativformen oblag den Blechschmieden (Flaschnern) und Formenschneidern. Berühmtes Zentrum und Exporteur in großem Stil war Nürnberg.
Für Ihre Herstellung standen den Handwerkern Eisen- oder Bronzemodelle zur Verfügung, sodass sich durchaus behaupten lässt, diese Schüsseln seien "in Serie" erzeugt worden. Davon zeugt auch die große Anzahl der bis heute erhaltenen Schüsseln in Museen und Kirchen sowie in Privatsammlungen. Allerdings müssen wir hier anmerken, dass diese Schüssel bisher einzigartig in Slowenien ist.


Matija Žargi


Literatur: Marjetica ŠETINC, Medeninaste sklede, Kronika XVII/3 (Ljubljana 1969), S. 148-156.
Gotika v sloveniji. Svet predmetov. Narodni muzej, ed. by Maja Lozar Štamcar (Ljubljana 1995), Nr. 1.7.4.