Panorama von Kärnten

Panorama von Kärnten

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 06.09, S. 109.

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Panorama von Kärnten

© Kärntner Landesausstellungen (Ulrich Peter Schwarz)


Unbekannter Maler, 17. Jahrhundert
Bildausschnitt.
Photoreproduktion; Original im Diözesanmuseum von Udine: Höhe 110 cm, Breite 220 cm; Öl auf Leinwand

Der Kärntner Hauptfluss - die Drau, die seit 811 die Grenze zwischen den Diözesen Salzburg und Aquileia bildete - wird zum dominanten Verkehrsweg auf diesem Ölgemälde.
Entlang der Drau und ihrer Nebenflüsse entfalten sich überregionaler Handel und die Versorgung mit den Waren des täglichen Bedarfs. Auf dem Gemälde sind die Kirchen und Pfarren des patriarchalischen Archidiakonats zwischen der Drau und der südlichen Grenze des Herzogtums Kärnten samt Erläuterungen und Legende unterhalb des Bildes verzeichnet. In der Bildlegende wird auch darauf hingewiesen, welche Pfarren südlich der Drau nicht oder nicht mehr der geistlichen Jurisdiktion des Patriarchats Aquileia unterliegen. Das Kunstwerk stammt aus einer Zeit, die Karl Heinz Frankl zuletzt als "Agonie des Patriarchats" bezeichnet hat.


Günther Hödl


Literatur: Karl Heinz FRANKL, Die Kirche Aquileias in Kärnten. In: Kärntner Jahrbuch für Politik 7 (2000), S. 121-138.