Bernsteinkollier

Bernsteinkollier

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 05.16, S. 90.

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Leihgeber: Archäologisches Institut Elbing (Polen), XXV/1363
Bernsteinkollier

© Kärntner Landesausstellungen (Agencja Foto-Studio Kołecki, Gdańsk)


15. Jahrhundert, Bodenfund Elbing, Latrine Schmiedgasse 8
Perlgrößen von 0,3 x 0,6 cm bis 2,2 x 1,5 cm; Bernstein, Bergkristall

Das außergewöhnlich schöne Elbinger Bernsteinkollier zeugt von der Kunstfertigkeit der Schmuckerzeuger und vom Reichtum des Bürgertums.
Erhalten geblieben sind – neben drei Perlen aus Bergkristall – 170 gedrehte, runde und tonnenförmige Stücke aus Bernstein. Sie wurden sorgfältig aus durchsichtigem, orangefarbenem und aus gelbem, mattem Bernstein gedreht und sind frei von Korrosionsspuren.
Während des Mittelalters waren in Elbing etwa 60 Handwerkszünfte tätig, darunter auch solche, die Bernstein bearbeiteten. Auch für manche Familien war die Bernsteinbearbeitung eine zusätzliche Einkommensquelle.


Grazyna Nawrolska


Literatur: Aurea Porta Rzeczypospolitej. Sztuha Gdanska od potovry XV do korica XVIII wiehu 2 (Gdańsk 1997), S. 199.