Heilige Hemma

Heilige Hemma

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 03.15, S. 52.

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Leihgeber: Schwestern des Deutschen Ordens (Friesach, Kärnten)
Heilige Hemma

© Kärntner Landesausstellungen (Ulrich Peter Schwarz)


Meister der Hemma-Historie in Gurk, um 1510
Höhe 82 cm; Lindenholz, Plinthe Fichte, weitgehend original gefasst, 1973 restauriert

Die Verehrung der 1287 selig und 1938 heilig Gesprochenen geht noch heute weit über die Landesgrenzen hinaus. Die über reichen Landbesitz verfügende Hemma, verheiratet mit Graf Wilhelm von Zeltschach-Friesach, gründete u. a. 1043 ein erstes Frauenkloster in Gurk. Von ihren Landschenkungen profitierte das Suffraganbistum Gurk und damit auch die Stadt Friesach. Die anmutige Lindenholzstatue der Kärntner "Landesmutter" stammt aus dem Nachlass des Kunstsammlers und Komturs des Deutschen Ordens Eduard Gaston Graf Pettenegg. Die Hemma-Figur und ihr ebenfalls in der Deutschordenskirche befindliches Pendant, die Heilige Barbara, waren vermutlich Gesprengefiguren eines Altars unbekannter Provenienz. Die Hände und die Attribute Buch und Geldbeutel wurden wohl um 1900 neu hinzugefügt.


Barbara Maier


Literatur: Hemma von Gurk. Katalog der Ausstellung auf Schloß Straßburg in Kärntnen vom 14. Mai bis 26. Oktober 1988. Red. von Peter G. Tropper (Klagenfurt 1988), S. 381f. (Elisabeth Reichmann-Endres).