Kassette

Kassette

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 03.05, S. 44.

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Leihgeber: Benediktinerstift Melk (Niederösterreich)
Kassette

© Benediktinerstift Melk (N.Ö.)


Süddeutsch, 1. Hälfte 14. Jahrhundert
Höhe 15 cm, Breite 17 cm, Tiefe 12 cm; Holz, Stoff; Seide, Wolle, Goldfäden, Glasflüsse

Bei diesem Behälter gibt es kein äußeres Indiz für einen ursprünglichen Gebrauch im sakralen Bereich: Die aufgestickten Motive – Tiere mit aufgenähten Augen aus Glas, Buchstaben etc. – verleihen ihm einen heraldischen Charakter und weisen auf eine profane Erstverwendung als Schmuckkassette hin; als Geschenk an das Stift Melk gekommen, hat sie dann wohl als Reliquienbehältnis gedient.
Die truhenförmige Kassette steht auf Füßchen, trägt ein nach hinten aufklappbares Walmdach und ist zur Gänze mit besticktem Textil verkleidet.


Barbara Maier


Literatur: 900 Jahre Benediktiner in Melk. Jubiläumsausstellung im Stift Melk vom 18. März bis 15. November 1989 (Melk 1989), S. 41-43 (Martina Pippal).