Der Heilige Leonhard als Baumeister

Der Heilige Leonhard als Baumeister

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 02.12, S. 32.

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Leihgeber: Museum der Stadt Friesach (Kärnten)
Der Heilige Leonhard als Baumeister

© Stadtmuseum Wiener Neustadt (N.Ö.)


Konrad von Friesach (?), um 1435
Vermutlich aus der Leonhardskirche in Höllein
Höhe 260 cm, Breite 63 cm; Tempera auf Holz, teils vergoldet

Das mittlere Bild des Flügels illustriert die Legende, wie der Heilige mit seinen Mönchen das Kloster Noblac bei Limoges errichtet.
Dies ist eine der vier Szenen aus dem Leben des heiligen Leonhard auf den Innenseiten von zwei Flügeln eines Altatretabels. Die Szenen auf der Außenseite sind dem Leben Marias gewidmet.
Ob das Werk dem berühmten Maler Konrad von Friesach - der auch das Gurker Fastentuch geschaffen hat -zuzuordnen ist, bleibt offen. Internationale Einflüsse sind unverkennbar, die Qualität ist jedenfalls bemerkenswert. Die nunmehr teilweise leeren Bildstellen waren einst mit Gold bedeckt.


Barbara Maier


Literatur: Janez HÖFLER, Die Tafelmalerei der Gotik in Kärnten 1420-1500 (= Aus Forschung und Kunst 24, Klagenfurt 1987), S. 41-43.