Zwei Hämmer

Zwei Hämmer

In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Kärntner Landesausstellung 2001. Bd. II: Katalog (Die Stadt im Mittelalter. Eine kulturhistorische Ausstellung im Fürstenhof zu Friesach 2001). Herausgegeben vom Land Kärnten. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Günther Hödl. Redigiert von Barbara Maier. – Klagenfurt: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung Kultur 2001. 311. 8°. Objekt-Nr.: 02.06, S. 28.

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Leihgeber: Archäologisches Institut Elbing (Polen), XXIV/2648 und XA/41
Zwei Hämmer

© Kärntner Landesausstellungen (Agencja Foto-Studio Kołecki, Gdańsk)


15. Jahrhundert, Bodenfunde Elbing, Latrine Brückengasse 13 und Gerbergasse 13
a) Länge 27,3 cm, Länge Kopf 19,5 cm; Holz
b) Länge 25,4 cm, Länge Kopf 8,2 cm; Holz

Hämmer wurden damals wie heute von verschiedenen Handwerkern benötigt, vor allem aber im Bauwesen.
a) Dieser vollständig erhalten gebliebene Hammer hat einen bogenförmigen Kopf, im Querschnitt einem Achteck ähnelnd, und eine gerillte Oberfläche. Der Stiel, von achteckigem Querschnitt, steckte in einer zentralen Bohrung und war im Verhältnis zum Kopf kurz. Die abgearbeiteten Seitenflächen des Kopfs deuten auf eine intensive Benutzung. Solche Hämmer wurden auch in der Fassproduktion benötigt.
b) Der Kopf ist aus einem Stück von rechteckigem Querschnitt (mit noch sichtbaren Benutzungsspuren) gefertigt, der in der Mitte zur Befestigung des Stiels durchbohrt ist. Der kleine, vollständig erhaltene Hammer könnte aus einer Steinmetz- oder einer Leder- oder Hornwerkstatt stammen.


Grazyna Nawrolska


Literatur: Barbara SCHOLKMANN, Mittelalterliches Holzgerät aus Südwestdeutschland. Zu Forschungsproblematik und Forschungsstand eines Sachgutkomplexes. In: Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 10 (1982), S. 101-131.
Anna RUTOWSKA-PŁACHCIŃSKA, Budownictwo. In: Historia Kultury Materialnej Polski, Bd.2 (Wrocław/Warszawa/Kraków/Gdańsk 1978), S. 150-149.