Selbstporträt Johann Michael Rottmayrs

Selbstporträt Johann Michael Rottmayrs

In: Prinz Eugen und das barocke Österreich. Katalog der Ausstellung der Republik Österreich und des Landes Niederösterreich in den Marchfeldschlössern Schloßhof und Niederweiden vom 22. April bis 26. Oktober 1986. Redigiert von Karl Gutkas. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 170. – Wien: Kuratorium zur Veranstaltung der Ausstellung 1986. XXXI, 479. 8° Objekt-Nr.: 18.43, S. 398.

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Leihgeber: Augustinerchorherrenstift Herzogenburg (Niederösterreich)
Selbstporträt Johann Michael Rottmayrs

© Fasching, St. Pölten


Öl auf Leinwand, 55 x 45 cm (wohl beschnitten).
Um 1710.

Das in die Wand des Herzogenburger Bildersaales eingelassene, aus Gründen der dekorativen Einheit im Nachhinein teilweise beschnittene, noch unpublizierte Porträt, das von W. G. Rizzi identifiziert wurde, ist eine fast identische Fassung des im Wiener Historischen Museum befindlichen Selbstporträts Johann Michael Rottmayrs. Die Identifizierung des Wiener Porträts durch Hubala erfolgte aufgrund der Selbstdarstellung Rottmayrs im Langhausfresko der Jesuitenkirche in Breslau (1704) und wird von ihm ohne Angabe näherer Gründe um 1709 datiert. Ausgehend von diesem Selbstbildnis dürfte eine Stiftzeichnung im Besitz der Fideikomiß- und Familienbibliothek entstanden sein, die 1925 publiziert worden war. Die Herzogenburger Fassung geht sowohl in ihrem Ausdrucksgehalt als auch in ihrer malerischen Brillanz über das Wiener Exemplar eindeutig hinaus, was nahelegt, in ihr die eigenhändige Erstfassung Rottmayrs zu sehen, von der sowohl das Wiener Porträt als auch die erwähnte Stiftzeichnung ausgehen.


Thomas Karl


Literatur: Erich HUBALA, Johann Michael Rottmayr. Große Meister, Epochen und Themen der österreichischen Kunst (Wien 1981), S. 192 (zum Wiener Porträt).