Ebstorfer Weltkarte

Ebstorfer Weltkarte

In: ...nach Amerika. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung auf Burg Güssing vom 25. April bis 26. Oktober 1992. Redigiert von Hans Chmelar. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 9. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1992. 337. 4°. Objekt-Nr.: I 3, S. 259.

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Leihgeber: Österreichische Nationalbibliothek (Wien), Bildarchiv
Ebstorfer Weltkarte

© Information: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv und Landesbibliothek

Kopie.

Von den unterschiedlichsten Weltsichten des Mittelalters sticht diese reich ausgeschmückte Radkarte aus dem Kloster Ebstorf, Niedersachsen, hervor. Sie wurde 1830 wiederentdeckt, im Verlauf des Zweiten Weltkriegs zerstört und liegt nur mehr als Kopie vor. Die ursprüngliche Karte (1. Hälfte 13. Jahrhundert) bestand aus 30 Pergamentblättern. Diese waren mit Pergamentstreifen zusammengenäht. Der Kreisdurchmesser betrug 3,58 m was einer Fläche von 12,5 m² entspricht. Im reich variierten T-O-Schema sind zahlreiche bildliche Darstellungen verwoben, die auf biblische Stätten oder auf allerlei Fabelgeschichten hinweisen. Die Karte ist nicht nur geographisch interessant, sondern im eigentlichsten Sinne Bestandsaufnahme des mittelalterlichen Weltbildes.


Rita Münzer