Cruzifixus

Cruzifixus

In: 1000 Jahre Babenberger in Österreich. Katalog der Niederösterreichischen Jubiläumsausstellung im Stift Lilienfeld vom 15. Mai bis 31. Oktober 1976. Veranstaltet vom Bundesland Niederösterreich. Bearbeitet von Erich Zöllner, Karl Gutkas, Gottfried Stangler, Gerhard Winkler. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 66. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1976. XXIII, 774. 8°. Objekt-Nr.: 1076, S. 590.

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Leihgeber: Kapelle des Melkerhofes (Wien)
Cruzifixus

© Lichtbildstelle Alpenland (Viktor Harrandt), Wien


Heute in der Kapelle des Melkerhofes in Wien.
Österreichisch (?), letztes Viertel 12. Jahrhundert.
Holz: 151 cm hoch,157 cm breit, jüngere Fassung.
Das Kruzifix hing noch im frühen 19. Jahrhundert in der Ruprechtskirche in Wien, wurde angeblich dort entfernt, als diese um 1830 vom Abbruch bedroht war, und schließlich dem Stift Melk geschenkt.

Die übertrieben gesteigerte Bewegung und die Tendenz zu einer betont plastischen Gestaltung des Körpers, nicht zuletzt auch das Lendentuch mit der unterschiedlichen Gestaltung der beiden Hälften rechtfertigen es, die bisherige Datierung (um 1170-1180) zeitlich noch etwas gegen das Ende des 12. Jahrhunderts zu verschieben. Auch die typenmäßige Verbindung zum Kruzifix der Seckauer Stiftskirche (heutige Zusammenstellung), das stets ins 1. Viertel des 13. Jahrhunderts datiert wird, würde eine solche zeitliche Annäherung unterstützen.




Literatur: Erich PATTIS, Eduard SYNDICUS, Christus Dominator. Vorgotische Großkreuze (Innsbruck/Wien/München 1964), S. 81.
Romanische Kunst in Österreich. Ausstellung, veranstaltet von der Stadtgemeinde Krems an der Donau, 21. Mai bis 25. Oktober 1964, Minoritenkirche Krems-Stein. Redigiert von Harry Kühnel (Wien 1964), Nr. 84 (und dort angegebene Literatur).