Sammelhandschrift aus Rein

Sammelhandschrift aus Rein

In: 1000 Jahre Babenberger in Österreich. Katalog der Niederösterreichischen Jubiläumsausstellung im Stift Lilienfeld vom 15. Mai bis 31. Oktober 1976. Veranstaltet vom Bundesland Niederösterreich. Bearbeitet von Erich Zöllner, Karl Gutkas, Gottfried Stangler, Gerhard Winkler. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 66. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1976. XXIII, 774. 8°. Objekt-Nr.: 1058, S. 578.

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Leihgeber: Österreichische Nationalbibliothek (Wien), Cvp. 858
Sammelhandschrift aus Rein

© Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Krems (Foto C. Tarcsay)


1. Hälfte 13. Jahrhundert.
Pergament, 175 x 113 mm, 40 Blätter

Eine Federzeichnung, zwei Initialen. Die Zeichnung in Hellrot und Sepia auf violettem und hellgelben Grund. Es sind insbesondere diese Farben, die auf das Skriptorium von Rein weisen könnten; der Stil ist dem des Reiner Musterbuches (Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cvp. 507) bedeutend überlegen, und hat in der Zisterzienserkunst dieses Bereiches nicht seinesgleichen. Die Darstellung zeigt den Traum des Verfassers einer Exzerptensammlung aus Salomo, Cicero, Seneca, Sallust usw., in dem diese Autoren redend auftreten. Die Herkunft aus Rein wird vermutet, die Handschrift ist seit dem 16. Jahrhundert in Wien.
Weißer Wiener Pergamentband des 19. Jahrhunderts.




Literatur: Hermann Julius HERMANN, Die deutschen romanischen Handschriften. Die illuminierten Handschriften und Inkunabeln der Nationalbibliothek in Wien 2 (= Beschreibendes Verzeichnis der illuminierten Handschriften in Österreich NF 2, Leipzig 1926), S. 364, Nr. 233, Taf. XLIV, 1.
Kurt HOLTER, Buchmalerei. In: Romanische Kunst in Österreich. Ausstellung in der Minoritenkirche Krems-Stein vom 21. Mai bis 25. Oktober 1964. Veranstaltet von der Stadtgemeidne Krems an der Donau. Redigiert von Harry Kühnel (Wien 1964), S. 79, Nr. 27.