Notizbuch Kaiser Friedrichs III.

Notizbuch Kaiser Friedrichs III.

In: Ausstellung Friedrich III. Kaiserresidenz Wiener Neustadt. Katalog der Ausstellung in St. Peter an der Sperr, Wiener Neustadt, vom 28. Mai bis 30. Oktober 1966. Herausgegeben vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung. Schriftleitung Peter Weninger. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 29. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturreferat 1966. 436. 8°. Objekt-Nr.: 218, S. 392.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Österreichische Nationalbibliothek (Wien), Handschriftensammlung, Codex Vindobonensis 2674
Notizbuch Kaiser Friedrichs III.

© Österreichische Nationalbibliothek, Wien


61 Blätter, Pergament, 300 x 190 mm, einige Blätter etwas schmäler.

Von Friedrich im Jahre 1437 am 27. April begonnen, wie seine Eintragung bezeugt. Im gleichen Jahr hat er auch die fünf Vokale eingetragen, also zu einer Zeit, in der noch Kaiser Sigismund lebte († am 9. Dezember 1437). Die Deutung der Vokale, die ebenfalls auf der ersten Seite des Notizbuches vorkommt, aber später eingetragen, ist daher eine Auslegung, die erst sinnvoll war, als Friedrich selbst deutscher König war (erwählt am 2. Februar 1440). Die ursprüngliche Bedeutung war wohl eine Art von Zauberformel, durch die das Eigentum geschützt werden sollte. Die Vokale sollten Friedrichs Besitz bezeichnen, wie er selbst im Notizbuch bestimmt (folio1+r). - Der größere Teil des Notizbuches ist leer.




Literatur: Alphons LHOTSKY, Die Bibliothek Kaiser Friedrichs III. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 58 (1950), Nr. 25.
Alphons LHOTSKY, AEIOU. Die ,,Devise" Kaiser Friedrichs III. und sein Notizbuch. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung LX (1952), S. 155-193. Ausführliche Behandlung der ursprünglichen und der nachträglich erdachten Bedeutung der fünf Vokale, und Textausgabe des ganzen Notizbuches.