© E. Mejchar, Wien
Wiener Neustadt (?), 1325.
Vergoldetes Silber; Gruben- und Zellenschmelz;
Bergkristallcabochons; Glasfüße. 15,5 x 23,2 cm. Mit Füßchen 27,8 cm hoch
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Auf dem Rückdeckel fehlt der mittlere Bergkristall. Die beiden Beschläge mit beweglichen Ringen, wohl zum Aufhängen des Buches bestimmt, sind jüngere Ergänzungen. Am Schluß des Textes gibt eine Inschrift die Datierung 1325 und die Bestimmung des Evangeliars für eine Kirche des Deutschen Ordens (St. Marien in Jerusalem als Kirchenpatronat) an. Da die in Niederösterreich zu lokalisierende Handschrift aus der Wiener Neustädter Deutschordens-Kommende stammt, ist anzunehmen, daß sie und zugleich auch ihr kostbarer Einband für diese angefertigt wurden. Der Vorderdeckel zeigt Christus über dem Regenbogen thronend in der Mandorla, umgeben von den vier Evangelistensymbolen. Die Goldschmiedearbeit ist von oberrheinischen Werken abhängig.
Hermann Filitz
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