Missale Zagrabiense: Canonbild

Missale Zagrabiense: Canonbild

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: XII 27, S. 329.

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Leihgeber: Franziskanerbibliothek Güssing (Burgenland), 1/43
Missale Zagrabiense: Canonbild

© Burgenländisches Landesarchiv und Burgenländisches Landesmuseum, Eisenstadt


MISSALE ROMANUM, Pergamenthandschrift, 2. Hälfte 13. Jahrhundert, gotische Buchschrift, lineale Graner (ungarische) Notierung. 4° (24,5 x 15,5 cm). Verzierte Initialen, ganzseitiges Canonbild; mittelalterlicher Einband.
Photo.

Das aus der Arpádenzeit stammende Missale ist das älteste Buch in der Franziskanerbibliothek Güssing. Es enthält die allgemeinen Meßteile und die zum Singen bzw. Rezitieren bestimmten Sätze der Messen zur Jahreszeit und der Heiligen-Messen. Der Codex wurde für eine Kirche in der Diözese Agram (Zagreb) angefertigt, da im Missale der heilige König Stephan als Patron genannt wird und dieser der Schutzpatron der Diözese Agram war; später kam das Missale irgendwie - möglicherweise infolge der drohenden Türkengefahr - nach Güssing.


Norbert Frank


Literatur: Arnold MAGYAR, Das "Missale Zagrabiense" von Güssing. In: Burgenländische Heimatblätter 48 (1986), S. 139-142.